Wir sind dann glücklich, wenn wir leben, was uns entspricht und was aus unserem Herzen kommt.
Dazu kommt noch etwas, das wir oft übersehen:
Wir müssen aufhören, das zu tun, was andere von uns erwarten.
So viele Menschen tragen Rollen, die ihnen nie wirklich gehört haben.
Sie erfüllen Pflichten, die sie nie bewusst gewählt haben.
Sie versuchen, Erwartungen zu erfüllen, die sie innerlich schwächen.
Und irgendwann wundern sie sich, warum sie müde, leer oder kraftlos sind.
Nach meiner Erfahrung ist die Wahrheit ganz einfach:
Alles, was nicht aus deiner inneren Führung kommt, kostet dich Energie.
Alles, was du nur tust, um zu gefallen, geliebt zu werden, um nicht aufzufallen, oder um niemanden zu enttäuschen, trennt dich ein Stück von dir selbst.
Wir dürfen uns frei machen von all den Bildern, die andere von uns haben.
Und auch von den Rollen, die wir irgendwann übernommen haben,
weil es bequem war, weil es erwartet wurde,
oder weil wir dachten, wir müssten so sein, um geliebt zu werden.
Heilung beginnt dort, wo wir sagen:
„Ich muss das nicht. Ich darf ich selbst sein.“
Wir müssen nicht immer lieb sein.
Wir müssen nicht immer leise sein.
Wir müssen nicht immer bequem, angepasst oder unauffällig sein.
Wir dürfen Ecken haben, Tiefe, Intensität, Klarheit und auch Mut.
Wir dürfen auffallen, anders sein und auch sichtbar sein.
Denn in Wahrheit ist „anders sein“ kein Makel.
Es ist ein Kompliment.
Es ist ein Zeichen dafür, dass du deiner Seele folgst und nicht der Masse.
Je mehr wir uns erlauben, wir selbst zu sein, desto mehr Kraft kehrt zurück, desto mehr Freude entsteht und desto mehr Wahrheit fließt.
Und desto leichter wird es, den eigenen Weg zu gehen und nicht den Weg, den andere für uns vorgesehen haben.
Zufriedenheit ist eine Entscheidung.
Eine Entscheidung gegen Erwartungen.
Eine Entscheidung gegen Rollen, die uns nicht entsprechen.
Eine Entscheidung für uns selbst, für unsere Wahrheit und für unsere innere Freiheit.
Wenn etwas in dir resoniert, möchte ich dich zu folgenden Ritual einladen, in dem du die Rollen zurückgeben kannst, die nicht deine sind.
Ein sanftes, aber tief transformierendes Ritual, das du jederzeit machen kannst, wenn du spürst, dass du in alte Muster rutschst.
Setze dich an einen ruhigen Ort.
Zünde eine Kerze an.
Lege deine Hände locker in den Schoß.
Schließe die Augen und frage dich:
„Welche Rolle trage ich gerade, die nicht meine ist?“
Vielleicht taucht ein Bild auf.
Vielleicht ein Gefühl.
Vielleicht ein Satz.
Vertraue dem, was kommt.
Stelle dir vor, wie du diese Rolle wie einen Mantel ausziehst.
Lege ihn vor dich.
Atme tief ein und sage innerlich:
„Ich gebe zurück, was nicht zu mir gehört.“
Lege nun eine Hand auf dein Herz und eine auf deinen Bauch.
Spüre deinen Atem.
Spüre dich.
Sage innerlich oder auch laut:
„Ich wähle mich. Ich wähle meine Wahrheit.“
Blase die Kerze aus als Zeichen dafür, dass du das Alte loslässt
und das Neue in dir Raum bekommt.
